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Archäologische Gesellschaft der Hansestadt Lübeck e.V.

Gegründet am 23.04.1996


Archäologie in Lübeck – Das ist Faszination durch die Vergangenheit

Lübeck – zu Stein gewordene Geschichte! Aber nicht nur über der Erde lassen sich die Ereignisse der Jahrhunderte ablesen, unter der Erde gibt es noch spannendere Einblicke. Sticht man in Lübeck den Spaten in den Boden, greifen in Lübeck die Baggerzähne ins Erdreich, dann finden sich die Spuren der vergangenen Epochen bis zurück in die Steinzeit!

Archäologie in Lübeck – das ist der Alltag des mittelalterlichen Menschen

Die Funde aus dem Boden ergeben ein buntes und vielfältiges Bild des Alltags im mittelalterlichen Lübeck. Da finden sich die Bernsteinperlen des Paternostermachers genauso wie Kathrin, eine hölzerne Babypuppe, um 1300 geschnitzt für Alheidis, Elsabe oder Engelke! Aber auch die orientalischen Gläser, die figürlich verzierte Keramik der edle Seidengürtel lassen erkennen, dass der Mensch auch schon im Mittelalter wusste, was schön war.

Und es umweht einen der Hauch der Geschichte, wenn man im hölzernen Keller einer Kemenate steht, eines Wohnturmes, der in der Zeit der Stadtherrschaft Heinrichs des Löwen errichtet wurde.

Archäologie in Lübeck – das sind die Antworten auf die Fragen ganzer Forschergenerationen

Beim Wiederaufbau nach der Zerstörung großer Teile der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg begann die Geschichte der Mittelalterarchäologie. Aus den Baugruben ließen sich die Alltagsgegenstände der Lübecker fast unversehrt ans Tageslicht holen. Vor allem konnten durch die Grabungsergebnisse wichtige Fragen der Siedlungsgeschichte dieser ersten deutschen Stadt an der Ostsee, der späteren Königin der Hanse und somit Vorbild vieler Städte im Ostseeraum, beantwortet werden. Allerdings ist die Keimzelle Lübecks von 1143 immer noch unentdeckt und somit weiterhin Aufgabe der archäologischen Forschung.

Archäologie in Lübeck – trug dazu bei, dass Lübeck in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde

Die außergewöhnlichen Grabungsergebnisse führten dazu, dass die Lübecker Innenstadt als Grabungsschutzgebiet ausgewiesen wurde. Kein Bodeneingriff über gärtnerische Eingriffe hinaus darf ohne Beteiligung der Archäologen geschehen. Hilfreich für diese in Deutschland einmalige Schutzmaßnahme war die Eintragung der Innenstadt Lübecks in die Welterbeliste der UNESCO im Jahr 1987. Die Erfolge der Lübecker Archäologie wurden bei der Würdigung der Eintragung ausdrücklich hervorgehoben.

Archäologie in Lübeck – das ist auch die Archäologische Gesellschaft der Hansestadt

Die Archäologische Gesellschaft der Hansestadt Lübeck e.V. fördert und unterstützt die Archäologie in dieser Stadt, indem sie den Bürgern die Ergebnisse der Lübecker Archäologie vermittelt und zum Schutz der Bodendenkmale beiträgt.

Die Archäologische Gesellschaft hat sich aktiv an der Planung, Umsetzung und Einrichtung des Archäologischen Museums beteiligt und betreibt seit Mai 2006 das Museumscafé Café Confessio zusammen mit der Vorwerker Diakonie.

Den Mitgliedern der Archäologischen Gesellschaft werden monatlich Veranstaltungen wie Vorträge, Führungen durch Ausstellungen und Besichtigungen von Ausgrabungen in Lübeck geboten. Auf Exkursionen besuchen sie gemeinsam andere archäologisch interessante Städte und Stätten in Norddeutschland und darüber hinaus, wie etwa das Neandertal oder den Ort der Varusschlacht oder Görlitz. Einmal im Jahr trifft man sich auch in festlichem Rahmen zum allseits beliebten Jahresessen.

Die Gesellschaft gibt eine Jahresschrift heraus, die für Mitglieder im Beitrag enthalten ist.