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Die Bibliothek der Lübecker Schillerstiftung

Anlässlich des 100. Geburtstages Friedrich Schillers wurde 1859 die Deutsche Schillerstiftung mit Sitz in Weimar gegründet, eine Art Künstlersozialkasse, um in Not geratene Schriftsteller und deren nächste Angehörige zu unterstützen.

In Lübeck wurde ein Zweig dieser Stiftung ins Leben gerufen. Einzig die Lübecker setzten sich zusätzlich zum Ziel, das literarische und gesellige Leben ihrer Stadt zu befördern. Man organisierte Veranstaltungen, und es entstand unter der kundigen Anleitung von Emanuel Geibel eine Leihbibliothek, die sich großer Beliebtheit erfreute. Ihr jährlich wachsender Bestand an Erzählliteratur war zwischen 1865 und 1900 auf einem guten nationalen und internationalen Niveau.

Auch nach dem Ende der Lübecker Schillerstiftung 1908 blieb die Bibliothek eine besuchte und gepflegte Einrichtung. Sie fand Unterkommen im Haus der Gemeinnützigen in der Königstraße. Bis 1925 wurden weiter jährlich zwischen 100 und 120 Titel angeschafft. Ab 1933 galten Romane als minderwertig im Vergleich zu Weltanschauungsliteratur. Das später in Vergessenheit geratene Institut mit rund 7.500 Büchern, aufgestellt in einem niedrigen Magazin unterm Dach, das man nur über eine Stiege erreicht, ist heute ein Kulturgut von besonderem Rang: Leihbibliotheken gab es einmal viele, in Lübeck jedoch sind die Räume mitsamt den Büchern noch so erhalten, wie die Leser sie einst sich wünschten.

Literaturhinweise: Manfred Eickhölter: Das Schillerfest in Lübeck 1859 und seine Folgen. in: Der Wagen 2004, S. 88 – 113. Manfred Eickhölter: Die Bibliotek der Lübecker Schillerstiftung in der Gemeinnützigen. in: Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde. 86.2006, S. 115 – 133.