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Dienstagsvortrag: „Es war am Ende kein Unglück...“

Datum:

Dienstag, 26.11.201919:30 h

Ort:

Großes Haus

Der Ehebriefwechsel zwischen Theodor Fontane und seiner Frau Emilie umfasst drei dickleibige Bände und gibt Auskunft über eine Zeitstrecke von mehr als 45 Jahren, in denen die Fontanes ihre Lebensgemeinschaft zur Sicherung ihrer bürgerlichen Existenz mehrfach auf neue Grundlagen stellen mussten. Die Briefe spiegeln ein Leben geplagt von materi-ellen Sorgen und die Suche nach bürgerlicher Sicherheit und Wohlergehen, ohne die Freiheit des Geistesmenschen dar-über aufgeben zu müssen. Und die Briefe berichten von Krankheiten, vom Heranwachsen der Kinder und von den alltäglichen Erfahrungen Theodors als Korrespondent in England und denen der daheim gebliebenen Ehefrau. Die dabei gewonnenen Eindrücke verdichten sich zu kleinen, überaus lebendigen Stimmungsbildern, durchaus getragen von Humor und ironischem Darüberstehen wie auch von feiner Skepsis und der Einsicht, die Dinge so zu nehmen wie sie einem nun mal begegnen. Gegen Ende der gemeinsamen Lebenszeit erst tritt der Erzähler Fontane hervor, der in seiner Frau eine durchaus kritische Erst-Leserin findet. Überhaupt: Die Briefe zeigen auf´s Schönste, dass sich Emilie als kluge, liebende und liebenswürdige Frau neben der bestechenden Eloquenz ihres Mannes zu behaupten vermag.